USA 2018 – 15. Tag – Do. 21.06.2018

Ouray – Bluff

Glück im Unglück, das steht über diesem Tag. Nach dem wunderschönen Abend verließen wir etwas traurig Ouray. Wir fuhren über den Million Dollar Highway nach Süden und kurz vor Durango passierte es dann. Unser Ford meldete, dass er einen Ölwechsel benötigt und dies so schnell wie möglich. Da bei jedem Neustart des Motors die Meldung auftauchte, entschieden wir uns bald dazu bei Alamo anzurufen. 

Leider wurden wir komplett falsch beraten. Die Dame an der Hotline schickte uns nämlich zum Flughafen von Durango zur dortigen Alamo Station. Nach 20 Minuten Fahrt erklärte uns die Dame am Flughafen, dass sie uns nicht helfen kann, da sie keine Autos vorrätig hätte. Wir sollen zurück in die Stadt fahren und in einer Vertragswerkstadt den Ölwechsel machen lassen. Hätte uns die Frau an der Hotline vielleicht auch sagen können, aber gut. Immerhin hat die Dame vor Ort einen ähnlichen Grant auf die Hotline wie ich. Freunde im Geiste. Also wieder 20 Minuten zurück und den Ölwechsel machen lassen. 30 Minuten später ging es dann mit zwei Stunden Zeitverlust weiter. 

Den Mesa Verde Nationalpark erreichten wir ihr damit leider deutlich später als geplant. Der zeitliche Verzug warf auch unseren Plan durcheinander. Wir hatten über eine Tour zu einer der Felsenwohnungen nachgedacht. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit diesen aber verworfen. So fuhren wir erst einmal zum Visitor Center um dann in den Park zu fahren. Alleine die Tour zum ersten Aussichtspunkt, beim Spruce Tree House, dauerte schon fast 45 Minuten. Wir fuhren noch diverse andere Sehenswürdigkeiten wie Square Tower House, Sun Temple oder Cliff Palace an, ehe wir den Park verließen. 

Am Four Corners Monument streiten sich die Geister. Viele empfinden fünf Dollar Eintritt pro Person für zu viel Geld. Handelt es sich doch nur um eine Bodenplatte, an der die vier Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona zusammen laufen. Zudem soll der eigentliche Punkte gar nicht die Mitte der Platte sein. Witzig ist es allemal und wer kann schon von sich behaupten in vier Bundesstaaten gleichzeitig gewesen zu sein. Da es für uns ein Umweg von etwa 10 Minuten war, besuchten wir das Monument im Navajo Gebiet und bereuten es nicht. 

Gegen 19 Uhr, bei angenehmen 40 Grad Celsius im Schatten, erreichten wir unser Ziel im Nirgendwo. Das kleine Örtchen Bluff mit seinen 320 Einwohnern bietet nicht viel außer einer Post, einem Hotel, einer Tankstelle und einem legendären Steakhaus. Das Cottonwood Steakhouse kannte ich von meinem Besuch 2015 bereits und dementsprechend gab es im zum Abendessen ein kleines Stück Fleisch.

Distanz: 303 Meilen (488 Kilometer)

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