USA 2018 – 16. Tag – Fr. 22.06.2018

Bluff – Page

Wie vor jedem Urlaub, stöberte ich durch diverse Foren und bin dabei auf eine ausgetrocknete Schleife des San Juan River gestoßen. Der Dry Bayou liegt nur wenige Meilen von Bluff entfernt und ist trotzdem fast unbekannt. Einzig die Anfahrt mit seiner etwa vier Meilen langen Schotterpisste klang hinderlich. Da die Straße auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte, versuchten wir unser Glück. Einziger Wermutstropfen, dass unser Auto im Anschluss eine Wäsche vertragen hätte können. Die Schleife war nach knapp 15 Minuten erreicht, wovon nur die letzten Minuten schwerer zu fahren waren. Die Ausmaße des Dry Bayout sind gigantisch und wir kamen anfänglich aus dem Staunen nicht hinaus. Mit meinem 10mm Objektiv hatte ich keine Chance alles einzufangen.

Als nächstes Ziel steuerten wir das Monument Valley an. Hier gilt der Nationalparkpass nicht, da das Valley auf Indianischem Gebiet liegt. Also mussten wir 20 Dollar Eintritt bezahlen, ehe wir die Valley Road ansteuerten. Ich war geschockt wie schlecht der Straßenzustand war, so schlimm hatte ich es nicht in Erinnerung. Am liebsten wäre ich nach den ersten Metern schon umgekehrt. Die Straße zum Dry Bayou war dagegen ein Genuss. Wir fuhren den Loop ab und ich musste nicht nur einmal einen Fluch in den Himmel schicken. Trotzdem ist der Loop sehenswert und man bekommt einen ganz anderen Eindruck des Tales, als nur vom Visitor Center aus. Vielleicht sollte ich bei meinem nächsten Besuch, sollte es noch einen weiteren geben, doch einmal eine Tour in den hinteren Teil des Tales buchen.

Das Navajo National Monument entdeckten wir eigentlich nur aufgrund meines Nationalparkpasses. Im Grunde ist es eine Felsenwohnung wie im Mesa Verde Nationalpark. Das Monument lag nur 9 Meilen von unserer Route entfernt und da wir Zeit hatten, steuerten wir es an und liefen den kleinen Trail ab. Leider mussten wir den gleichen Weg wieder zurück fahren, die auf den Karten dargestellte Straße entpuppte sich als Gravel Road. 

Zeitzonen sind ein besonderes Thema in den USA. Wer sich einmal damit beschäftigt hat, wann eine Sendung im TV ausgestrahlt wird, kann ein Lied davon singen. Ist es für einen normalen Deutschen schon etwas besonderes die Uhr umzustellen, ohne dafür in ein Flugzeug zu steigen, ist die Gegend um die Four Corners noch etwas verwirrender. Die Staaten um das four Corners liegen in Mountain Time Zone und damit 8 Stunden hinter Deutschland. Arizona verzichtet aber auf die Sommerzeit und ist damit 9 Stunden hinter Deutschland. Das Gebiet der Navajo Indianer hingegen stellt die Uhr im Sommer um. 

Wir waren uns also nicht ganz sicher, ob wir zur richtigen Zeit am Slotcanyon X waren, da dieser auf Navajo Gebiet liegt. Die Frau am Empfang beruhigte uns aber und erklärte uns, dass sie ebenso wie Arizona auf die Sommerzeit verzichten, damit die Touristen nicht komplett verwirrt sind. Die Slotcanyons Südöstlich von Page sind leider mittlerweile komplett überlaufen. Der Lower und der Upper Canyon werden oft von mehreren Bussen gleichzeit angefahren. Ich hatte im Vorfeld von einem relativ unbekannten Canyon X gelesen. Also buchten wir diesen, was ein absoluter Glücksgriff war. Der Canyon ist nicht so lange wie die beiden anderen Canyons, aber wir hatten richtiges Glück. Wir waren die beiden letzten für den Tag und so liefen wir, begleitet von unserem jungen Tourguide, alleine durch den Canyon. Ich hatte so genügend Zeit Bilder zu machen. Wow, einfach nur gigantisch. Das uns der Guide auch noch einen wirklich tollen Burgerladen empfahl, rundete den Trip zum Canyon X ab.

Als Tagesabschluss machten wir noch einen Ausflug zum Glen Canyon Dam und zur dazugehören Recreation Area. Auf Tipp unseres Guides gingen wir in den Chill-N-Grill, um dort einen sehr guten Burger zu bekommen. 

Distanz: 234 Meilen (377 Kilometer)

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