USA 2015 – 6. Tag – Mi. 03.06.2015

Kingman – Grand Canyon

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Wie gewohnt ging es gegen sieben aus den Federn und auf die Straße. Wieder auf die Route 66, die zwischen Kingman und Seligman einen Abstecher in die Berge macht. Die I 40 bleibt weiter südlich davon.

Erster Halt war Hackberry und der dortige General Store. Da ich früh dran war, konnte ich in Ruhe Bilder machen ehe die erste Horde Biker einfiel. Der Laden selbst ist einfach genial und gehört für mich zu den Dingen die man auf der 66 gesehen haben muss. Die vielen Gäste haben Geldscheine, Abzeichen, Kennzeichen und alles Mögliche aus der ganzen Welt hier gelassen.

Anders sieht das in Seligman aus. Das Städtchen nennt sich selbst Geburtsort der historischen Route 66 und schlachtet den Kommerz bis auf das letzte aus. Hier steht unter anderem Lilos Café, welches mehrfach im deutschen TV zu sehen war. Da ich solche Dinge nicht anziehend finde, fuhr ich weiter bis Flagstaff

Flagstaff liegt auf 2100 Metern Höhe und kennt, im Gegensatz zu Seligman schon Jahreszeiten. Das Städtchen liegt romantisch in den Bergen. Ich fuhr erst einmal in die Innenstadt und fand auf dem Weg das Galaxy Diner, welches ich dann auch für Mittagessen aufsuchte. Ein ziemlich cooler Laden genauso wie man aus den Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ kennt. Nachdem ich mir Pasta genehmigt hatte, ging es nach Norden zum Grand Canyon.

Dass es dort wohl etwas voller sein würde, als beim letzten Besuch war mir klar. Ich wurde nicht enttäuscht, es waren wirklich viele Menschen im Nationalpark. Gott sei Dank ist der Park so groß, dass sich die Menschen gut verlaufen. Ich fuhr zuerst zum Visitorcenter und riskierte einen ersten Blick auf den Canyon. Es ist nicht in Worte zu beschreiben wie klein und unwichtig man sich hier als Mensch vorkommt. Einer Amerikanerin half ich beim Selfie machen. Sie bedankte sich artig und meinte, jetzt hat sie ein gutes Bild. Man kommt hier ja nur einmal im Leben her. Sie hatte einen unglaublich tollen Ausdruck im Gesicht als ich ihr sagte ich wäre zum dritten Mal hier.

Nachdem ich mein Zimmer in der Maswik Lodge bezogen hatte, ließ ich mein Auto stehen und lief zum Canyon. Dort nahm ich den roten Bus nach Hermits Rest. Ich stieg immer wieder aus und machte unzählige Fotos dieses unglaublichen Canyons. Man hat das Gefühl, hinter jeder Biegung sieht er anders aus. Die Dimensionen sind einfach nicht greifbar. Die perfekt organisierten Shuttles machen einfach nur Spaß und jeder Dollar Eintritt ist hier gut investiert! Ich lief einige Kilometer an der Klippe entlang ehe ich mich zum Abendessen zurück in die Lodge aufmachte.

Nach dem Abendessen habe ich mir noch ein Bier geschnappt und mich an den Canyon gesetzt. An Romantik war dieser Moment kaum zu überbieten.

Distanz: 246 Meilen (393 km)

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