USA 2015 – 7. Tag – Do. 04.06.2015

Grand Canyon – Bluff

strecke20150604

Nachdem ich mich mit einem Kaffee versorgt hatte, ging es auf die Straße. Das heutige Ziel in Bluff Utah lag über 500 Kilometer entfernt, deshalb lieber früh starten. Bevor ich den Grand Canyon Nationalpark verließ, fuhr ich noch einige Aussichtspunkte an, unter anderem Desert View, welcher sich am östlichen Ausgang des Parks befindet.

Im Anschluss ging es in Richtung Page. Auch wenn die Strecken lange sind und viel Zeit benötigen, aber es ist ein sehr angenehmes fahren. Im Schnitt heute mit 65 Meilen (ca. 110 km/h) geht es doch zügig dahin. Wenn man nicht gerade an einer Baustelle eine Wartezeit von über 15 Minuten hat, weil die Straße nur auf einer Seite befahrbar ist. Also wartet man bei einer Dame welche ein Schild mit „Stopp“ hält auf das „Pilot Car“, welches einen sicher durch die „gefährliche“ Baustelle bringt. Ich möchte nicht wissen was Menschen, die nichts anderes machen als ein Schild zu halten, am Ende des Monats für einen Verdienst nach Hause bringen. Viel mehr als Sozialhilfeniveau kann es nicht sein. Eines der Probleme dieses Landes.

Kurz vor Page befindet sich der Horseshoebend, eine unglaublich gigantischeSchleife des Colorados. Aber auch dieser Ort ist mittlerweile sehr bekannt und wird dementsprechend auch von Reisebusen frequentiert. In Page machte ich einen kurzen Halt zum Mittagessen, ehe es weiter in Richtung Monument Valley ging. Was ich an der Geschwindigkeitsbegrenzung sehr schätze ist ja, man weiß immer wie lange man noch für die vor einem liegende Strecke benötigt.

Kurz bevor man zum Monument Valley kommt, erreicht man die Staatsgrenze von Utah. Jetzt ist es dann auch höchste Zeit die Uhr eine Stunde nach vorne zu stellen (gegenüber Deutschland dann nur noch -8). Nachdem ich 20 Dollar Eintritt für das Valley gezahlt hatte, ging es auf den Loop Trail. Diesen hatte ich noch nie gefahren und bereute es keine Minute. Es ist mit einem normalen Auto ohne Probleme zu fahren, auch wenn selbiges jetzt aussieht wie eine Sandkiste. Als Highlight kann man sicher den John Ford Point nennen. Hier fühlt man sich wirklich so, als ob gleich John Wayne um die Ecke reitet. Nach einem kurzen Abstecher in das Visitor Center machte ich mich weiter auf den Weg zu meinem Ziel für heute.

Wenn man das Monument Valley nach Norden verlässt, bekommt man auch den Blick auf das Valley wie man ihn aus dem Film Forrest Gump kennt. Forrest stellt hier fest, dass er nicht mehr weiter laufen will und dreht um.

Seit ich in Richtung Grand Canyon unterwegs war hatte ich kein Mobilfunksignal mehr. Dies hatte mich etwas irritiert. Die Erklärung dazu erhielt ich von der Rezeptionistin in Bluff: „It’s because you’re in Bluff“. Ich musste doch deutlich schmunzeln. Später erfuhr ich, dass die Gegend um den Grand Canyon und Nord Arizona schlicht für Prepaid kein Netz bietet. Es ist das Gebiet der Hopi und Navajo Indian Reservation und auch für US Amerikaner Ausland.

Abends ging es in das Cottonwood Steakhouse in Bluff, obwohl der Ort selbst nur 320 Einwohner hat, ist das Restaurant sehr bekannt und die Steaks eine Klasse für sich!

Distanz: 332 Meilen (531 km)

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