USA 2015 – 11. Tag – Mo. 08.06.2015

Green River

strecke20150608

Da ich heute wieder fast den ganzen Tag in einem Nationalpark zubringen wollte, holte ich eine kleine Brotzeit für den Tag. Ist in diesem Ort hier gar nicht so einfach. Green River ist keine 3 km lang und besteht eigentlich nur aus Motels und Tankstellen. Dazwischen gibt es verfallene und verlassene Gebäude. Der Ort hat seine besten Zeiten deutlich hinter sich. Heute ist er einfach nur Halt für Durchreisende. Interessant ist allerdings, dass der Ort an das Schienennetz angebunden ist. Personenzüge sind in den USA ja etwas Besonderes.

Ich war gegen ungefähr halb 10 Uhr dann im Canyonlands Nationalpark, nachdem ich die etwa 60 Meilen dorthin zurückgelegt hatte. Canyonlands ist der zweite große Park in der Nähe von Moab. Als erstes fuhr ich das Visitor Center an, um dann direkt zum Mesa Arch zu fahren. Der berühmteste Bogen in diesem Park, bekannt aus vielen Fotos. Ein kleiner 10 Minuten Weg führt einen dort hin. Ich war tatsächlich etwas überrascht wie klein der Bogen ist, verglichen zum Delicate Arch am Tag zuvor.

Am nächsten Halt, dem Grand View Overlook kam ich gerade rechtzeitig um mir einen Vortrag eines Parkrangers über die Geographie des Parks anzuhören. Der Ranger hatte sichtlich Spaß und war ein absoluter Fachmann was die Geschichte des Parks angeht. Im Grunde genommen entstand der Park über Millionen von Jahren. Wikipedia hat einen eigenen, sehr guten Artikel dazu. Kurz gesagt wurde die Gegend angehoben und ausgewaschen.

Der Buck Canyon Overlook war wieder einer dieser Wow Momente. Den Upheaval Dome fand ich relativ unspannend, vielleicht bin ich aber auch schon etwas abgestumpft gegenüber weiteren Steinen. Der Green River Overlook gefiel mir hingegen wieder sehr gut. Nachdem ich noch einige Male anhielt und Bilder machte, verließ ich nach einem weiteren kurzen Stopp am Visitor Center den Park.

Zusammengefasst ist vor allem der Mesa Arch und der Grand View Overlook die Sehenswürdigkeiten des Parks. Im Gegensatz zum Arches ist es hier nicht notwendig viel zu laufen, auch wenn es Wanderwege gibt. Ich bin mit etwas mehr als einem halben Tag gut zu Recht gekommen.

Als nächstes suchte ich den Dead Horse Point State Park auf. Nachdem ich 10 Dollar bezahlt hatte, ging es direkt zum „Dead Point“. Ich wurde positiv vom Park überrascht. Hier gab es noch einmal richtig tolle Schluchten zu sehen.

Da es ja, wie ich oben schrieb in Green River nichts zu holen gibt, fuhr ich noch nach Moab zum Einkaufen. Moab besteht eigentlich nur daraus die Touristen unterzubringen, mit Lebensmittel und mit Benzin zu versorgen. Oder mit Dingen die sie für die Touren in die Nationalparks alles brauchen. Ist wieder ein Ort mit dem ich nicht sonderlich warm werde. Da bekommen die verlassenen und verfallenen Gebäude in Green River einen ganz besonderen Charme.

Zum Abendessen war ich dann noch im örtlichen Restaurant Tamarisk und habe einen der Besten Burger aller Zeiten gegessen. Ein unglaublich leckerer Blue Cheddar Burger. Das Restaurant ist allgemein wirklich genial. So eine Perle hätte ich hier wirklich nicht erwartet.

Distanz: 204 Meilen (326 km)

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