USA 2015 – 13. Tag – Mi. 10.06.2015

Cannonville – St. George

strecke20150610

Als ich wach wurde regnete es, was mir etwas die Stimmung drückte. Aber der Regen hörte relativ schnell auf und so wurde ich heute nicht nass. Ich hatte gestern wohl eine gewisse Vorahnung, als ich entgegen der Planungen bereits in den Bryce Canyon Nationalpark fuhr.

Ich fuhr zum Bryce Canyon und parkte mein Auto am Visitor Center. Ich suchte mir den Shuttle Bus und fuhr damit zum Bryce Point. Dort sah ich dann erst einmal nichts, also gar nichts! Es hatte so einen dichten Nebel, dass man wirklich dachte man steht vor einer weißen Wand. Ich ließ mich davon aber nicht aufhalten und lief am Rand der Klippe zurück in Richtung Visitor Center. Auch wenn es schade war vieles nicht zu sehen, so hatte es doch eine unglaublich spannende Stimmung. An manchen Stellen verzog sich der Nebel sogar ganz gut und gab einen Blick auf die Stacheln frei.

Am Sunset Point lief ich dann den Navajo Loop Trail, welcher in einem 4km Rundweg von der Klippe nach unten und wieder zurückführt. Absolut geniale Sache, von unten haben die Hoodies noch einmal eine ganze andere Dimension. Ich lief im Anschluss weiter bis zum Sunrise Point, ehe ich den Bus zurück nahm. Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zum Zion Nationalpark.

Der Bryce Canyon Nationalpark gehört für mich zu den Parks in den USA die man gesehen haben muss. Er ist in einer Reihe mit dem Grand Canyon und dem Yosemite Nationalpark. Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, wäre ich gerne mehr direkt unten zwischen den Hooodies gewandert. Aber auch so habe ich fast einen ganzen Tag im Park verbracht. Leider spürt man auch in diesem Park den Massentourismus deutlich. Wenn gerade ein Bus einen Aussichtspunkt erreicht hat, dann macht es keinen Spaß sich dort aufzuhalten. Das schöne ist aber, läuft man etwas abseits der Parkplätze, hat man die wunderschöne Natur fast für sich allein. Hier findet man auch eine kleinere Art der Eichhörnchen, die Goldmantelziesel. Ganz schön flink und bei weitem nicht so zutraulich wie Felsenziesel (Squirrels).

Der Zion Nationalpark war mein zweites Ziel an diesem Tag. Alleine die Anfahrt zu diesem Park ist das Eintrittsgeld wert. Kurz hinter dem östlichen Eingang beginnen unglaublich tolle Schluchten und steile Felswände. Zwischendrin musste ich kurz anhalten, weil eine Bergziege die Straße überqueren wollte. Kurz vor dem zweiten großen Tunnel, der hinab ins Tal fühlt, hielt ich an um den Canyon Overlook Trail zu wandern. Ein kleiner Weg hoch hinauf mit einem unglaublichen Ausblick oben. Der Haltepunkt ist nicht so bekannt und deshalb auch nicht so überlaufen.

Nachdem ich durch die Schlucht weiter ins Tal gefahren bin, fuhr ich zum Visitor Center. Dort nahm ich dann den Shuttle in den Park, in dem man mit dem Privat PKW nicht fahren darf, was das ganze deutlich entspannter macht. Leider dürfen Busse in den Park und so hat man doch wieder die Horden von Menschen auf einen Haufen. Ich fuhr mit dem Shuttle bis zum letzten Halt, dem Temple of Sinawava und lief dann den Riverside Walk bis zum Ende. Leider hatte der Fluss noch ausreichend Wasser. Ich hatte keine Lust nass zu werden und wanderte nicht im Flussbett. Ich lief also wieder zurück und fuhr zum Visitor Center.

Der Zion ist ähnlich dem Arches ein Nationalpark den man erwandern muss. Ich wäre gerne auf Angels Landing hinaufgelaufen, aber für diese anspruchsvolle Strecke war ich nicht ausgerüstet. Zumal ich am Morgen schon im Bryce Canyon einiges gelaufen bin und einfach die Zeit fehlte.

Distanz: 145 Meilen (232 km)

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