USA 2015 – 16. Tag – Sa. 13.06.2015

Las Vegas – Bishop

strecke20150613

Da ich wusste es wird ein langer Tag, ging es auch schon vor 8 Uhr los. Es ging nach Süden über die I-15 um dann nach Westen in Richtung Death Valley abzubiegen. Leider gab es kein schönes Welcome Schild bei der Rückkehr nach California. Ich fuhr über den Highway 190 in den National Park um zu Dantes View zu fahren. Der Aussichtspunkt liegt 13 Meilen abseits des Highways, ist aber jeden Umweg wert. Er liegt direkt über Badwater Basin, dem tiefsten Punkt der nördlichen Hemisphäre. Während Dantes View auf 1670 Metern Höhe liegt, befindet sich Badwater Basin auf 85,5 Meter unter normal null. Der Ausblick ist atemberaubend und kann von hier oben die Dimensionen des „Tal des Todes“ sehr gut abschätzen.

Im Anschluss ging es dann direkt hinunter ins Tal und mit jedem Meter stieg die Temperatur. Auf dem Weg durch das Tal unterschreitet man immer wieder die Meereshöhe. Ich folgte der 190 und hielt noch einmal bei den Mesquite Sand Dunes, welche wirklich gigantisch sind. Hier befindet sich ein Warnschild, man sollte nicht nach 10 Uhr hinein wandern. Als Grund wird extreme Hitze angegeben. Ich lief trotzdem ein paar Meter hinein um bessere Bilder zu machen. Die Sanddünen waren schon in mehreren Filmen Kulisse. Hier war es auch wo ich die Höchsttemperatur 114 Grad Fahreinheit (Entspricht 45,5 Grad Celsius!) gesehen habe. Ohne Klimaanlage und viel Wasser keine Chance dies zu überleben

Der Highway 190 verlässt das Tal dann auf der Westseite über einen Pass. Hier wird es dann besonders anstrengend. Aufgrund der Gefahr von Überhitzung wird den Reisenden geraten die Klimaanlage auszuschalten. So wird die Strecke wirklich lange und mich war froh, als es auf der anderen Talseite endlich nach unten ging, ehe es dann bei Lone Pine für mich weiter nach Norden ging.

Auf der ziemlich verlassenen und auch unwirklichen Ostseite der Sierra Nevada wurde während des 2. Weltkriegs das Internierungslager Manzanar errichtet. Das Lager war eines von insgesamt 10 Lagern in den USA. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor unterzeichnete Präsident Roosevelt eine Executive Order, welche die Internierung anordnete. Alle Bewohner Alaskas, Kalifornien sowie in Teilen Oregon, Washington und Arizona mit japanischen Vorfahren, selbst wenn sie in den USA geboren waren, wurden durch die Kriegs-Umsiedlungs-Behörde östlich der Pazifik-Region eingewiesen.

Insgesamt wurden über 116.000 Menschen interniert. In Manzanar waren es bis zu 10.000 Menschen welche hier in der Wüste leben mussten. Von 1942 bis in die Anfänge von 1945 wurden die Menschen ihrer Freiheit beraubt. Leider stehen vom Lager nur noch zwei Baracken, eine Kombüse sowie Teile des Friedhofs. Hier hat man viel zu spät damit angefangen sich mit einem ganz dunklen Kapitel der Geschichte der USA zu beschäftigen. Erst seit 1992 ist das Lager eine National Historic Site. Immerhin aber beschäftigt man sich endlich mit diesem Kriegsverbrechen. Bei Wikipedia gibt es dazu noch mehr Informationen.

Distanz: 318 Meilen (509 km)

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