USA 2015 – 18. Tag – Mo. 15.06.2015

Mariposa (Yosemite Nationalpark)

Ich wollte im Park wandern und deshalb machte ich mich erst einmal einen Stopp im örtlichen Diner, um mir ein Frühstück zu genehmigen. Im Anschluss ging es die etwa 50 Kilometer zurück in den Yosemite Nationalpark. Dort angekommen fuhr ich erst einmal zum Tunnel View um Bilder zu machen. Leider steht die Sonne am Morgen etwas ungünstig und so kommt nicht die gesamte Schönheit des Parks auf den Bildern rüber.

Im Anschluss fuhr ich ans östliche Ende des Yosemite Valleys und fing an den Mist Trail zu wandern. Der Trail ist relativ lange asphaltiert, dementsprechend waren auch viele Menschen unterwegs. Da es noch früh am Morgen war, hielt es sich trotzdem noch in Grenzen. Der erst Halt war unterhalb des Vernal Fall. Der Wasserfall ist wirklich toll und in der Gischt bildete sich durch die Sonnenstrahlen immer wieder ein schöner Regenbogen..

Waren die ersten Stufen um den Wasserfall von unten zu erreichen schon deutlich anstrengender, wurde es ziemlich anstrengend um ihn von oben zu sehen. Die Amerikaner deklarieren den Anstieg als „Strenuous“. So etwas wie anstrengend. Ich habe auch nicht wirklich verstanden wie viele, noch wirklich sehr kleine, Kinder hier von den Eltern nach oben getrieben wurden. Oben am Vernal Fall angekommen machten die Meisten der Leute dann auch kehrt.

Ich wollte aber auch den Nevada Fall sehen und so wanderte ich weiter in das Tal hinein. Mittlerweile war es um die Mittagszeit und ich war sehr froh die meiste Zeit im Wald wandern zu können. Nachdem ich den Nevada Fall auch von unten gesehen hatte, wollte ich dann auch nach oben. Hier wurde es dann aber wirklich Anspruchsvoll. Über ungezählte Steinstufen ging es noch einmal 300 Höhenmeter nach oben.

Aber aller Mühen Lohn sind natürlich immer das Ziel und der Ausblick und dieser ist einfach gigantisch. Ich machte es mir erst einmal im Schatten gemütlich und genoss den Moment. Ich war nicht lange alleine. Eines der unzähligen Squirrels wollte wohl etwas zum Essen von mir, bekam es aber nicht. Nachdem ich mich am Ausblick satt gesehen hatte, machte ich mich auf den Weg nach unten.

Insgesamt hat der Weg hinauf zum Nevada Fall 8,7 Kilometer und man überwindet dabei 610 Höhenmeter. Ich war dafür reine Wanderzeit etwa 3,5 Stunden unterwegs. Man kann sich aber auch etwas mehr Zeit lassen. Den Rückweg lief ich in nicht einmal der Hälfte der Zeit des Aufstiegs.

Ich machte dann eine kurze Pause im Yosemite Vally ehe ich mich in Richtung der Yosemite Falls aufmachte. Es gibt vom Parkplatz einen kleinen Rundweg welcher zum Fuß des Lower Yosemite Falls führt. Um beide Wasserfälle sehen zu können gibt es einen extra Aussichtspunkt. Auch hier sieht man die Dürre welche derzeit in California herrscht. Die Wasserfälle sind deutlich ausgedünnt.

Was mir gestern schon auffiel, auf dem Highway 140 gibt es eine Umleitung aufgrund eines Muren Abganges, diese gab es auch schon als ich 2010 hier war. Diese Umleitung führt über den Merced River und ist nur einspurig. Google sagt mir, bereits seit 2006 ( ! ) gibt es diese Umleitung. Das Schild „Ihre Steuergelder bei der Arbeit“ bekommt da eine besondere Note.

Distanz: 95 Meilen (152 km)

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