San Francisco

Das am 29. Juni 1776 gegründete San Francisco, gehört, obwohl es nicht einmal 900.000 Einwohner hat, zu den bekanntesten Städten der Welt. 1848, zwei Jahre bevor Kalifornien den Vereinigten Staaten beitratt, begann der erste Aufschwung der Stadt. Der Goldrausch brachte viele neue Bewohner in die Stadt und die Einwohnerzahl wuchs rasant an. Die Stadt am Golden Gate gilt, spätestens seit dem Sommer of Love, als äußerst liberal. 

Einen gewaltigen Einschnitt erlebte die Stadt am 18. April 1906, als die Folgen eines verheerenden Erdbebens über 3000 Todesopfer forderte. Auch für die Cable Cars bedeutete es fast das aus. Als es nach dem 2. Weltkrieg Bestrebungen der Stadtverwaltung gab auch die letzten Linien durch Buse zu ersetzen, formierten sich die Bürger der Stadt und retteten das historische Fortbewegungsmittel. Heute sind die Cable Cars untrennbar mit der Stadt verbunden. 

Mit der Golden Gate Bridge, verfügt die Stadt über eine der bekanntesten Brücken der Welt. Ihre markante rote Farbe verdankt sie der Rostschutzfarbe, mit der die Brücke laufend gestrichen wird. Über zehn Millionen Besucher hat die Brücke Jahr für Jahr. 

Das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis auf der Insel Alcatraz, gehört neben der Golden Gate Bridge und den Cable Cars sicher zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Über eine Million Besucher hat die Insel pro Jahr.

Mittlerweile war ich drei Mal in San Francisco. Besonders bei meinem Besuch 2015, habe ich eine wunderschöne Zeit gehabt und die Stadt auch von vielen unbekannteren Seiten gesehen. Von den bisher gesehenen Städten in den USA ist San Francisco meine absolute Nummer eins, daher gibt es natürlich fünf Sterne:

Tipps:
In dieser wunderschönen Stadt gibt es so viele Dinge zu erleben, dass es wirklich fast unmöglich ist, sich auf die schönsten zu einigen. Ich habe es trotzdem getan: 

Top 3:

  1. Die Cable Cars sind für mich das, was San Francisco auszeichnet und daher meine absolute Nummer Eins. Es gibt noch drei Linien, von denen die Linie California Street am wenigsten frequentiert ist, sicher auch weil sie die kürzeste ist. Die Linie führt von der Market Street bis zur Van Ness Ave. Auf Höhe der Powell Street, kreuzt sie die beiden anderen Linien Powell & Mason und Powell & Hyde. Manchmal ergibt sich hier die Möglichkeit umzusteigen. Im Gegensatz zu den beiden anderen Linien, werden die Cable Cars der California an den Endstationen auch nicht umgedreht. Dies passiert an den jeweils drei Enden der anderen beiden Linien und ist ziemlich interessant. Man sollte übrigens vermeiden an den Endstationen der Powell & Mason und Powell & Hyde einzusteigen. Diese sind touristisch absolut überlaufen, daher besser eine oder auch zwei Stationen laufen und dann versuchen einzusteigen. Am wenigsten frequentiert ist das Ende der California Linie an der Van Ness Ave.

Zu den schönen Abschnitten gehört für mich der Teil der Powell & Hyde zwischen Washington St. und Broadway, dort ist die Straße von alten Bäumen gesäumt. Auch die oben schon angesprochene Kreuzung der Linien an den Straßen Powell und California ist ein Highlight. 

Das Cable Car Museum ist klein aber fein. Noch dazu ist es kostenlos und man kann direkt vor der Türe aussteigen. Man sollte es auf jeden Fall besuchen. 

Übrigens springt niemand elegant während der Fahrt auf die Bahnen, das ist gefährlich und die Fahrzeugführer würden euch dementsprechend ein paar Takte sagen. Wer mindestens ein Tagesticket der Muni Metro hat (22 $ pro Person), fährt auch auf den Cable Cars mit diesem Tarif. Man kann aber auch 7 $ für die einfache Strecke zahlen! Preise Stand 2017.

2. Von Twin Peaks hat man einen gigantischen Blick über die Stadt. Der Aufstieg dort hin, ist ebenso etwas was man machen sollte. Am besten mit der Straßenbahnlinie F bis zur Endhaltestelle 17th St & Castro St fahren. Im Anschluss die Market Street weiter laufen, bis rechts die Clayton Street abgeht. Dort findet man dann Treppen, die von der Clayton bis zur Crown Terrace führen. Dann muss man sich leider seinen Weg über die normalen Straßen weiter suchen. Den Rückweg habe ich über die Roman Street unternommen. 

3. Eine Tour nach Alcatraz machen. Wer die Möglichkeit hat mit der ersten Tour auf die Insel zu kommen, sollte dies machen. Im Laufe des Tages wird es ziemlich voll. Man kann sich selbstständig durch die Räumlichkeiten bewegen und wird durch eine Audio Tour geleitetet, die es auch in Deutsch gibt. Im Außenbereich gibt es tolle Blicke auf die Stadt und die Golden Gate Bridge. 

 

Weitere Tipps für schöne Orte in der Stadt:

Lombard Street, die angeblich kurvigste Straße muss man natürlich gesehen haben. Man sollte auf alle Fälle nach oben, oder unten laufen. Tipp für Fotografen: Auf der Hyde Street kann man Cable Cars mit Hintergrund Alcatraz fotografieren. 

Der Coit Tower liegt auf einer Anhöhe, dadurch hat man einen schönen Blick auf Downtown und Russian Hill. Man muss nicht einmal zwingend auf den Turm hinauf. Wer die Anhöhe in Richtung Osten verlässt, kann über die Filbert Street Stairs laufen, welche äußerst schön sind! 

Wenn man Zeit hat, dann kann man den schönen Spaziergang über die Golden Gate Bridge machen. Wenn man weniger Zeit hat, dann kann man auch mit dem Auto nach Marin Headlands fahren. Von dort hat man die Brücke im Vordergrund und die Stadt im Hintergrund. Viele bekannte Bilder sind hier entstanden. Liegt die Brücke im Nebel, lohnt es sich natürlich nur bedingt. 

Die Golden Gate Bridge liegt oft im Nebel, daher sollte man wenn das Wetter gut ist, die Aktivitäten die Brücke betreffend unternehmen und andere Dinge verschieben. 

Baker Beach ist nicht nur ein schöner Strand, man hat auch einen wunderschönen Blick auf die Golden Gate Bridge. Einen der schönsten in meinen Augen. 

Neben den Cable Cars gibt es in San Francisco auch historische Street Cars. Liebhaber von Trambahnen werden auf ihre Kosten kommen. 

Dolores Heigts liegt auf dem Weg zu Twin Peaks und ist ein toller Stadtteil, etwas ab vom Rummel der Stadt gibt es viele tolle historische und neue Häuser

Wer einen ausgiebigen Strandspaziergang unternehmen will, fährt mit der Linie N zur Endhaltestelle Ocean Beach (State Park). Bis zum San Francisco Zoo kann man dann drei Kilometer nach Süden laufen. Vom Zoo kann man mit der Linie L zurück fahren. 

Tierische Zeitgenossen findet man am Pier 39. Dort haben sich Seelöwen niedergelassen. 

Am Alamo Square Park findet man die berühmten Painted Ladys, eine Ansammlung von liebevoll restaurierten Häusern im viktorianischen Stil. 

 Im Golden Gate Park befindet sich der Botanische Garten und viele andere Sehenswürdigkeiten. Man kann den Park der Länge nach durchlaufen. 

 Wer die Chance hat ein Heimspiel der San Francisco Giants im AT&T Ballpark zu sehen, sollte diese nutzen. Das Stadion des Baseballvereins liegt direkt an der Bay. Den American way of life kann man hier mit allerhand kullinarischen Köstlichkeiten genießen. 

 

Schlafen:
Zimmer sind in San Francisco generell sehr teuer, da es meistens mehr Besucher als Hotelzimmer gibt. Zudem ist der Platz in der Stadt generell sehr knapp. Man ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln relativ schnell in der Stadt, daher kann man auch etwas außerhalb nächtigen. 2015 habe ich im „the Mooser Hotel“ geschlafen, was sehr zentral liegt und neu renoviert war. Das Hotel verfügt nur über Etagenbäder, diese aber waren äußerst sauber und ich musste auch nur einmal kurz warten. 

USA 2015 – 23. Tag – Sa. 20.06.2015

San Francisco

Am Morgen machte ich mich auf nach Twin Peaks. Ich nahm die alte Elektrische Tram nach Westen in die Berge. Zwischendrin machte ich einen Stopp an der UN Plaza. Eine Gedenkstätte zur Gründung der Vereinten Nationen am 26. Juni 1945, welche in San Francisco stattfand. Hier finden sich auch Gedenktafeln der Länder, mit Beitrittsdatum. Deutschland ist übrigens drei Mal vertreten. 1973 mit der BRD und der DDR, sowie 1991 mit Gesamtdeutschland.

Im Hintergrund der UN Plaza, befindet sich die San Francisco Stadthalle, welche am diesem Wochenende ihr 100 Jähriges Jubiläum feierte. Deshalb wurde dort gerade eine Bühne aufgebaut. Ich machte mich weiter auf den Weg nach Twin Peaks und stellte am Fuß des Hügels fest, dass dieser im Nebel liegt. Ich nahm dies hin und machte mich an den Aufstieg und wurde belohnt. Es ging wieder durch viele wunderschöne kleine Treppenstufen nach oben. Auch wenn die Sicht nicht ganz perfekt war, genoss ich doch einige ruhige Minuten auf dem Berg beim Blick auf Downtown. Im einen Moment lag die Stadt komplett im Nebel, im nächsten war der Blick wieder frei.

Ich stattete dann noch dem Goldenen Hydrant einen Besuch ab. Dieser liegt an der Mission Dolores und soll nach dem großen Erdbeben von 1906 als letzter noch Wasser gehabt haben. Deshalb wurde er vergoldet. Allgemein ist Dolores Heights, die Gegend um Twin Peaks, ein tolles Stadtviertel mit wunderschönen Häuser und vielen kleinen Treppen die am Ende von Sackgassen über die Berge führen. Hier allerdings benötigt man schon den ein oder anderen Extradollar für ein Haus.

Im Anschluss wollte ich dann auch den Pazifik sehen und nahm die Bahn dorthin, welche nach einer gefühlten Ewigkeit auch kam und nach einer weiteren Ewigkeit auch den Pazifik erreichte. Ich lief den Strand in Richtung Süden zum Zoo. Obwohl ein ziemlicher Wind wehte und es sich dadurch ziemlich kalt anfühlte, war der Sand angehem warm. Im Gegensatz zum Pazifik, der sich wie die Nordsee anfühlte. Viele Surfer fanden sich nicht in den doch deutlich vorhandenen Wellen, dafür aber umso mehr Angler. Diese zogen zum Teil richtig große Fische aus dem Wasser.

Mit der Muni und dem Bus ging es zum nächsten Ziel Baker Beach, was südlich der Golden Gate Bridge auf der Pazifikseite liegt. Der ziemlich frequentierte Strand war wie der große Strand gespickt mit Fischern und Urlaubenden. Von hier hat man noch einmal einen wunderschönen Blick auf die Brücke, von welcher ein Pfeiler im Nebel lag. Ob des bevorstehenden Heimfluges morgen, hatte ich doch eine kleine Träne in den Augen, bei diesem Anblick.

Ich suchte mir für meinen letzten Abend noch ein Pub in der Innenstadt aus und unterhielt mich lange mit einem jungen Amerikaner. Bei meinen Erzählungen über die Deutschen Sozialsysteme blieb ihm immer wieder der Mund offen stehen. Gerade was Urlaubstage, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung angeht, ist Deutschland ein Schlaraffenland im Gegensatz zu den USA.

Als ich mich auf den Weg ins Hotel machte bekam ich eine ganz wundervolle Stimmung in der Stadt mit. Es war noch nicht komplett dunkel und es hatten sich Nebel und Wolken über die Stadt gelegt. So verschwanden die Hochhäuser und die Straßen zum Teil daran. Leider ganz schlecht zu fotografieren, aber unglaublich toll anzuschauen.

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USA 2015 – 21. Tag – Do. 18.06.2015

San Francisco

Ich ließ den Tag gemütlich an und fuhr erst einmal mit der alten Elektrischen Tram in Richtung Westen. Für Liebhaber alter Trambahnen ein Hochgenuss. Die Bahnen sind unterschiedlich angemalt und man findet noch diverse Dinge die man heute aus Kostengründen nicht mehr einbauen würde. Unter anderem eine kleine Kurbel zum Fenster öffnen. Unterwegs sah ich auch berittene Polizisten, was ich in einer Großstadt mit dieser Geräuschkulisse durchaus beachtlich finde.

Als wir die Endstation Castro erreicht hatten, stieg ich aus und lief zum Alamo Square um die berühmten Painted Ladies zu sehen. Die bekannte Gruppe von Häusern im viktorianischen Stil, welche im Vorspann der US Sitcom Full House zu sehen ist.. Leider wurde eines der Häuser gerade renoviert und so wurde das Bild, obwohl das Wetter perfekt war, eben leider nicht ganz perfekt.

Im Anschluss nahm ich von dort den Bus zum Golden Gate Park. Viele der Häuser in dieser wunderschönen Stadt sind mittlerweile wieder liebevoll renoviert worden, leider gibt es aber immer noch genügend ziemlich runtergekommene Häuser. Nachdem ich im Golden Gate Park angekommen war lief ich erst einmal ziemlich planlos in diesem großen Park umher. Der Park ist ähnlich wie der Central Park quadratisch in die Stadt gepflanzt. Auch hier geht eine Straße mitten durch den Park, der Highway 1..

Mit dem Bus ging es im Anschluss weiter zur Golden Gate Bridge. Da das Wetter ganz gut aussah, wollte ich mein Glück versuchen und die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen. Die Brücke liegt sehr oft im Nebel, ich hatte also wirklich Glück. Also lief ich über die berühmteste aller Brücken und ging auf der anderen Seite noch einmal nach Marin Headlands hoch um Bilder mit der Stadt im Hintergrund zu machen. Insgesamt hat die Brücke eine Länge von 2737 Metern, es ist also ein ganz schönes Stück zu laufen, aber es hat sich gelohnt.

Nachdem ich etwa zwei Stunden später wieder zurück an der Südspitze der Brücke war, fuhr ich nach Fishermans Warf, was irgendwie so etwas wie das Touristenzentrum ist. Hier reiht sich ein Souvenirshop an den nächsten. Nachdem ich mir auch noch die Seelöwen an Pier 39 angeschaut habe, ging es mit dem Street Car zurück in Richtung Hotel. An der California St. & Drumm St. stieg ich dann ins Cable Car um. In den Abendstunden sind die berühmten Touristenattraktionen bei weitem nicht so frequentiert. Ich fuhr bis zur Powell St. und wechselte die Linie um zum Hotel zu kommen.

Man sollte sich übrigens genau überlegen wie man in San Francisco unterwegs sein möchte. Mit dem Auto zu fahren ist, wie in vielen Großstädten, ein absolutes graus. Wer nur einmal mit einem Cable Car fahren möchte, wird für die einfache Fahrt ab Juli 7 $ los. Ich habe für mein 7-Tage-Ticket 35 Dollar gezahlt und darf damit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt (außer dem Bart) nutzen. Damit kommt man bequem durch die Stadt und erreicht alle Ziele. Außerdem kann man so oft Cable Car fahren wie man möchte.

Vielleicht auch ein paar Worte zum Wetter in San Francisco. Man sieht hier unglaublich viele Menschen mit Stadtmotivpulli herumlaufen. Das hat auch seinen Grund. Obwohl heute die Sonne schien, war es unglaublich kalt. Durch das „Golden Gate“ kommt ein sehr kalter und starker Wind. Oft liegen, wie oben schon gesagt, Nebel und Wolken über der Stadt. Eine Amerikanerin meinte heute: „ich komme aus New York, warum hat mir niemand gesagt, dass es an der Westküste kalt sein kann.“

Ein Nachtrag nach zu den Tüten. In San Francisco gibt es eine Staatliche Zwangsabgabe von 10 Cent für Tüten, deshalb wird man hier gefragt ob man eine kaufen möchte.

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USA 2015 – 20. Tag – Mi. 17.06.2015

Lodi – San Francisco

strecke20150617

Wie gewohnt ging es pünktlich los. Zum letzten Mal in diesem Urlaub am Morgen ins Auto steigen. Die nächsten Tage geht es dann etwas gemütlicher in den Tag. Über den Highway 12 ging es nach Westen in Richtung San Francisco. Eine ziemlich interessante Strecke. Zum Teil gab es eine Mauer zwischen den Fahrstreifen umso zu verhindern, dass überholt wird. Dies lag wohl nicht zuletzt daran, dass die Strecke Bergauf- und Bergab ging.

Zwischen San Francisco und Sacramento gibt es unglaublich viele Windräder. California versucht es ja auf dem grünen Weg. Dies sieht man nicht nur daran. Auf dem US Festland werden in California auch die höchsten Benzinpreise aufgerufen. Hier bekommt man auch nicht sofort eine Plastiktüte beim Einkaufen.

Als nächstes fuhr ich nach Sausalito, eine wirklich tolle kleine Stadt am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf San Francisco und auf Alcatraz. Leider hatte es denn hier so oft vorhandenen Nebel und deshalb war der Blick etwas getrübt.

Ich fuhr weiter nach Marin Headlands, leider auch dort das gleiche Bild. Die Golden Gate Bridge lag komplett im Nebel und es war ziemlich kalt. Also fuhr ich weiter in Richtung Hotel um dort kurz meine Koffer ins Hotel zu bringen. Im Anschluss ging es zum Flughafen um das Auto zurück zu bringen. Nach 6381 Kilometern gab mich meinen liebgewonnen VW Jetta zurück.

Im Anschluss ging es mit der Bart (Bay Area Transport) zurück zum Hotel. D legte ich erst einmal die Füße hoch, ehe ich im Anschluss noch etwas die Gegend um das Hotel erkundet habe.

Abends fuhr ich nach Oakland um mir das Baseballspiel der örtlichen Athletics gegen die San Diego Padres anzuschauen. Die A’s aus Oakland fristen ein etwas trauriges Dasein im Schatten der San Francisco Giants, welche seit 2010 drei Mal die Meisterschaft gewinnen konnten. Obwohl die Mannschaft auch am unteren Tabellenende steht, war das Spiel ganz gut besucht (20.625 Zuschauer). Die A’s zerlegten in einem wahren Rausch die Padres mit 16:2. Es gibt einen interessanten Film namens „Moneyball“ über die Athletics, welche mit wenig Geld eine Siegermannschaft geformt haben. Im Coliseum, dem Stadion, spielen auch die Raiders, das örtliche Footballteam. Dementsprechend komisch sieht die Schüssel aus.

Sollte mir in den nächsten Tagen langweilig werden, spielen die Athletics die nächsten vier Tage auch Zuhause.

Distanz: 125 Meilen (200 km)

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USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

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