USA 2010 – 13. Tag – Mo. 24.05.2010

San Francisco

Bereits um halb 7 klingelte der Wecker. Wir hatten um 9 Uhr die erste Tour nach Alcatraz gebucht und wollten auf keinen Fall zeitliche Probleme bekommen. Wir machten uns fertig, erwischten den Bus und waren so pünktlich an Pier 33. Um kurz nach 9 Uhr legte dann auch unser Boot in Richtung Alcatraz ab. Für die etwa zwei Meilen lange Strecke, benötigen die Boote gerade einmal 15 Minuten um die Gäste auf „The Rock“ zu bringen.

Auf dem Nationalpark Alcatraz angekommen, wurden wir von einem Park Ranger begrüßt und auf die Regeln der Insel hingewiesen. Wir erkundeten auf eigene Faust die Insel. Vorbei an alten Gebäuden, aus einer Zeit als Alcatraz noch eine Festung der Spanier war, ging es zum eigentlichen Zellentrakt. In den Waschräumen des Zellentrakts bekam jeder ein Kopfhörerset (in Deutsch!) ehe wir uns zum Startpunkt der Audiotour begaben.

Die interessante und wirklich super gemachte Tour bringt einem Alcatraz deutlich näher. Wenn man an der Zelle steht, hineinsieht und einem dabei erzählt wird, dass dort ein Wärter erschossen wurde, dann wird einem anders. An einer anderen Stelle sieht man Schäden von Granateneinschlägen, die von einem Ausbruchsversuch stammen. Perfekt auch wie man einige Zellen eingerichtet hat um zu zeigen wie wenig, oder wie viel Platz es dort gab. Die Tour endet im Speisesaal, an dem noch der Speiseplan des letzten Tages (21. März 1963) hängt. Nachdem wir die Tour beendet hatten, gingen wir hinaus auf die Insel um einige Bilder von San Francisco zu machen, ehe wir mit dem Schiff zurück an Land fuhren.

Nachdem wir wieder an „Land“ waren, fuhren wir mit einer alten historischen Straßenbahn in Richtung Downtown. Faszinierend ist dieses San Francisco, große Hochhäuser und dazwischen ein ganz kleines Haus. Wir machten einen kleinen Frühstücksstopp in meinen neuen Lieblingsladen Subway. Ich machte mich dann auf den Weg neue Speicherkarten zu kaufen, ich knipse doch etwas mehr als ich dachte. Fündig wurde ich im Radio Shack, einem kleinen Elektronikladen, bei uns mit Electronics zu vergleichen.

Nachdem wir uns noch einen Kaffee im Starbucks geholt hatten, fuhren wir das erste Mal U-Bahn. Wir wollte in Richtung des Golden Gate Parks am Pazifik. Also nahmen wir einen „Zug“ der Linie N in Richtung Ocean Beach. Wir wunderten uns schon beim Einsteigen, dass der Zug nur so groß ist wie bei uns eine normale Straßenbahn. Als der Zug allerdings an die Oberfläche fuhr und dann als ganz normale Straßenbahn fungierte war uns alles klar. Wir fuhren einige Zeit bis wir die Endstation erreichten.

Wir schlenderten sicher zwei Meilen über den traumhaften Sandstrand. Anschließend nahmen wir einen Bus um zur Golden Gate Bridge zu kommen. Wir hatten heute verdammtes Glück mit dem Wetter, obwohl es in den Morgenstunden noch geregnet hatte, lachte jetzt über SF die Sonne. An der GG angekommen, liefen wir bis zum ersten Pfeiler in der Mitte und machten natürlich diverse Bilder.

Wir verließen die Golden Gate und fuhren mit dem Bus in Richtung Hotel. Wir wollten einkaufen gehen und zuvor unsere Regenklamotten loswerden. Als wir dann wieder in Downtown waren, wurden wir vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten bitter enttäuscht. Zwar haben die Geschäfte jeden Tag offen, aber spätestens um 20:30 Uhr machen die meisten zu. Lediglich Lebensmittelgeschäfte sind oft 24 Stunden am Tag offen. Regina schaffte es in der kurzen Zeit trotzdem noch zwei Paar Chucks zu kaufen. Ich habe auch ein Paar probiert, aber festgestellt, dass ich eindeutig kein Chucksträger bin.

Shopping macht Hungrig und so ging es per Cablecar in Richtung Fishermans Wharf. Dort liefen wir etwas planlos umher, ehe wir einen Hooters entdeckten. Hooters ist eine Restaurantkette die dafür bekannt ist, dass die Bedienungen im Hot Pans rumlaufen und eine enorme Oberweite haben. Wir wurden nicht enttäuscht! Es liefen wirklich einige sehr hübsch anzusehende Bedienungen rum, leider war unser nicht ganz so heiß. Ich nahm knochenlose Chicken Wings und landete damit einen Volltreffer! Absolut lecker mit einer genialen Soße. Mit das beste Essen in diesem Land bisher.

Heute ist mir aufgefallen wie selbstverständlich man nach ein paar Tagen Englisch spricht. Zwar gibt es immer wieder Momente an denen man stockt, aber das alltägliche kommt ohne Probleme über die Lippen. Ich habe übrigens ganz vergessen zu erwähnen, dass die Dame beim Eingang des Sequia Nationalparks mein Englisch wie folgt gelobt hat: Man hört gar nicht das Sie Deutscher sind, Ihre Aussprache ist so perfekt. Das ging runter wie Öl 🙂

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USA 2010 – 12. Tag – So. 23.05.2010

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Yosemite – Jamestown – San Francisco

Nach drei Tagen Natur und vier besuchten Nationalparks, ging es heute wieder zurück in die Zivilisation. Um kurz nach 8 Uhr verließen wir die View Lodge in El Portal und brachen in Richtung Westküste mit Ziel San Francisco auf. Wir machten einen kleinen Umweg über den Highway 49, der Goldgräberhighway genannt wird. Im kleinen verschlafenen Westernstädtchen Jamestown wollten wir frühstücken. Leider fanden wir nichts und so fuhren wir nach einem kleinen Spaziergang weiter.

Wir frühstückten dann in irgend einer dieser typischen amerikanischen Kleinstädte mit einer mehrspurigen Hauptstrasse, an der man alles was man zum leben benötigt findet. Da wir mit Taco Bell keine all zu schlechten Erfahrungen gemacht hatten, versuchten wir es mit Del Taco. Ein Griff ins Klo trifft es allerdings am besten. Die Qualität war schlicht und ergreifend nicht besser als Hundefutter. Das mit Abstand schlechteste Essen das wir in diesem Urlaub zu uns genommen haben.

Gegen drei Uhr Nachmittag erreichten wir San Francisco von Osten über die Bay Bridge (4 $ Gebühr) kommend. Aufgrund der Quadratischen Anordnung von San Francisco war es uns auch absolut kein Problem unser Hotel zu finden und einzuchecken. Nachdem wir unser Auto ausgeladen hatten, machten wir uns bei Sonnenschein auf den Weg zum Stadtzentrum.

Wir hatten schon vorab entschieden ein 3-Day-Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Diese kann man aber weder im Bus selbst, noch an den Bushaltestellen erwerben und so mussten wir nach Fishermans Wharf laufen. Dort konnten wir dann gegen einige Dollars unsere Fahrscheine erwerben.

An Fishermans Wharf liefen wir gleich in den ersten Shop um uns etwas wärmeres zum anziehen zu kaufen. Es schien zwar die Sonne, aber es wehte ein bitter kalter Wind. Am Ende liefen wir dann alle drei in Partnerlook mit SF Pullis, nur getrennt durch die unterschiedlichen Farben, durch die Stadt. Wir erkundeten die Gegend um das Touristenzentrum von San Francisco und liefen in Richtung Pier 33. Ich wollte mir anschauen wo die Boote nach Alcatraz ablegen um morgen früh keinen Stress zu haben.

Nachdem wir genug von Fischen und vor allem von Menschenmassen hatten, fuhren wir per Bus nach Downtown. San Fran hat einfach einen unvergleichlichen Charme. Die Hochhäuser einer Großstadt, die kleinen engen Strassen einer italienischen Kleinstadt und diese Hügel, hinter denen jederzeit mit dem Cablecar ein Verkehrsmittel aus dem letzten Jahrhundert auftauchen kann. Natürlich waren wir auch alle ganz verrückt darauf mit einem Cablecar zu fahren und so fuhren wir kreuz und quer durch die Stadt. Zum Abendessen kehrten wir in einem Burger King an Fishermans Wharf ein um von dort mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren.

Distanz: 200 Meilen (320 km)

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