USA 2018 – 16. Tag – Fr. 22.06.2018

Bluff – Page

Wie vor jedem Urlaub, stöberte ich durch diverse Foren und bin dabei auf eine ausgetrocknete Schleife des San Juan River gestoßen. Der Dry Bayou liegt nur wenige Meilen von Bluff entfernt und ist trotzdem fast unbekannt. Einzig die Anfahrt mit seiner etwa vier Meilen langen Schotterpisste klang hinderlich. Da die Straße auf den ersten Blick einen guten Eindruck machte, versuchten wir unser Glück. Einziger Wermutstropfen, dass unser Auto im Anschluss eine Wäsche vertragen hätte können. Die Schleife war nach knapp 15 Minuten erreicht, wovon nur die letzten Minuten schwerer zu fahren waren. Die Ausmaße des Dry Bayout sind gigantisch und wir kamen anfänglich aus dem Staunen nicht hinaus. Mit meinem 10mm Objektiv hatte ich keine Chance alles einzufangen.

Als nächstes Ziel steuerten wir das Monument Valley an. Hier gilt der Nationalparkpass nicht, da das Valley auf Indianischem Gebiet liegt. Also mussten wir 20 Dollar Eintritt bezahlen, ehe wir die Valley Road ansteuerten. Ich war geschockt wie schlecht der Straßenzustand war, so schlimm hatte ich es nicht in Erinnerung. Am liebsten wäre ich nach den ersten Metern schon umgekehrt. Die Straße zum Dry Bayou war dagegen ein Genuss. Wir fuhren den Loop ab und ich musste nicht nur einmal einen Fluch in den Himmel schicken. Trotzdem ist der Loop sehenswert und man bekommt einen ganz anderen Eindruck des Tales, als nur vom Visitor Center aus. Vielleicht sollte ich bei meinem nächsten Besuch, sollte es noch einen weiteren geben, doch einmal eine Tour in den hinteren Teil des Tales buchen.

Das Navajo National Monument entdeckten wir eigentlich nur aufgrund meines Nationalparkpasses. Im Grunde ist es eine Felsenwohnung wie im Mesa Verde Nationalpark. Das Monument lag nur 9 Meilen von unserer Route entfernt und da wir Zeit hatten, steuerten wir es an und liefen den kleinen Trail ab. Leider mussten wir den gleichen Weg wieder zurück fahren, die auf den Karten dargestellte Straße entpuppte sich als Gravel Road. 

Zeitzonen sind ein besonderes Thema in den USA. Wer sich einmal damit beschäftigt hat, wann eine Sendung im TV ausgestrahlt wird, kann ein Lied davon singen. Ist es für einen normalen Deutschen schon etwas besonderes die Uhr umzustellen, ohne dafür in ein Flugzeug zu steigen, ist die Gegend um die Four Corners noch etwas verwirrender. Die Staaten um das four Corners liegen in Mountain Time Zone und damit 8 Stunden hinter Deutschland. Arizona verzichtet aber auf die Sommerzeit und ist damit 9 Stunden hinter Deutschland. Das Gebiet der Navajo Indianer hingegen stellt die Uhr im Sommer um. 

Wir waren uns also nicht ganz sicher, ob wir zur richtigen Zeit am Slotcanyon X waren, da dieser auf Navajo Gebiet liegt. Die Frau am Empfang beruhigte uns aber und erklärte uns, dass sie ebenso wie Arizona auf die Sommerzeit verzichten, damit die Touristen nicht komplett verwirrt sind. Die Slotcanyons Südöstlich von Page sind leider mittlerweile komplett überlaufen. Der Lower und der Upper Canyon werden oft von mehreren Bussen gleichzeit angefahren. Ich hatte im Vorfeld von einem relativ unbekannten Canyon X gelesen. Also buchten wir diesen, was ein absoluter Glücksgriff war. Der Canyon ist nicht so lange wie die beiden anderen Canyons, aber wir hatten richtiges Glück. Wir waren die beiden letzten für den Tag und so liefen wir, begleitet von unserem jungen Tourguide, alleine durch den Canyon. Ich hatte so genügend Zeit Bilder zu machen. Wow, einfach nur gigantisch. Das uns der Guide auch noch einen wirklich tollen Burgerladen empfahl, rundete den Trip zum Canyon X ab.

Als Tagesabschluss machten wir noch einen Ausflug zum Glen Canyon Dam und zur dazugehören Recreation Area. Auf Tipp unseres Guides gingen wir in den Chill-N-Grill, um dort einen sehr guten Burger zu bekommen. 

Distanz: 234 Meilen (377 Kilometer)

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USA 2018 – 15. Tag – Do. 21.06.2018

Ouray – Bluff

Glück im Unglück, das steht über diesem Tag. Nach dem wunderschönen Abend verließen wir etwas traurig Ouray. Wir fuhren über den Million Dollar Highway nach Süden und kurz vor Durango passierte es dann. Unser Ford meldete, dass er einen Ölwechsel benötigt und dies so schnell wie möglich. Da bei jedem Neustart des Motors die Meldung auftauchte, entschieden wir uns bald dazu bei Alamo anzurufen. 

Leider wurden wir komplett falsch beraten. Die Dame an der Hotline schickte uns nämlich zum Flughafen von Durango zur dortigen Alamo Station. Nach 20 Minuten Fahrt erklärte uns die Dame am Flughafen, dass sie uns nicht helfen kann, da sie keine Autos vorrätig hätte. Wir sollen zurück in die Stadt fahren und in einer Vertragswerkstadt den Ölwechsel machen lassen. Hätte uns die Frau an der Hotline vielleicht auch sagen können, aber gut. Immerhin hat die Dame vor Ort einen ähnlichen Grant auf die Hotline wie ich. Freunde im Geiste. Also wieder 20 Minuten zurück und den Ölwechsel machen lassen. 30 Minuten später ging es dann mit zwei Stunden Zeitverlust weiter. 

Den Mesa Verde Nationalpark erreichten wir ihr damit leider deutlich später als geplant. Der zeitliche Verzug warf auch unseren Plan durcheinander. Wir hatten über eine Tour zu einer der Felsenwohnungen nachgedacht. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit diesen aber verworfen. So fuhren wir erst einmal zum Visitor Center um dann in den Park zu fahren. Alleine die Tour zum ersten Aussichtspunkt, beim Spruce Tree House, dauerte schon fast 45 Minuten. Wir fuhren noch diverse andere Sehenswürdigkeiten wie Square Tower House, Sun Temple oder Cliff Palace an, ehe wir den Park verließen. 

Am Four Corners Monument streiten sich die Geister. Viele empfinden fünf Dollar Eintritt pro Person für zu viel Geld. Handelt es sich doch nur um eine Bodenplatte, an der die vier Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona zusammen laufen. Zudem soll der eigentliche Punkte gar nicht die Mitte der Platte sein. Witzig ist es allemal und wer kann schon von sich behaupten in vier Bundesstaaten gleichzeitig gewesen zu sein. Da es für uns ein Umweg von etwa 10 Minuten war, besuchten wir das Monument im Navajo Gebiet und bereuten es nicht. 

Gegen 19 Uhr, bei angenehmen 40 Grad Celsius im Schatten, erreichten wir unser Ziel im Nirgendwo. Das kleine Örtchen Bluff mit seinen 320 Einwohnern bietet nicht viel außer einer Post, einem Hotel, einer Tankstelle und einem legendären Steakhaus. Das Cottonwood Steakhouse kannte ich von meinem Besuch 2015 bereits und dementsprechend gab es im zum Abendessen ein kleines Stück Fleisch.

Distanz: 303 Meilen (488 Kilometer)

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USA 2018 – 14. Tag – Mi. 20.06.2018

Moab – Ouray

Heute ging es erst einmal zurück nach Colorado. Dafür fuhren wir von Moab nach Osten auf der Colorado River Road und dann über die Interstate 80 bis Grand Junction. Die River Road ist zwar etwas anstrengend zu fahren, aber einen Scenic Byway zieht man jeder Interstate vor. 

Von Grand Junction ging es weiter zum Black Canyon of the Gunnison Nationalpark. Ein relativ unbekannter, aber toller Nationalpark. Der Gunnison River hat sich hier über Jahrmillionen nach unten gegraben und eine steile Schlucht geschaffen. Die Schlucht wird auf beiden Seiten von dunklen Wänden gezeichnet. Ein Ranger gab sich sichtlich Mühe uns die verschiedenen Gesteinsschichten zu erklären und war verwundert wie viele Deutsche in seinen Nationalpark kommen. Nachdem wir wie gewohnt die meisten Aussichtspunkte angefahren hatten und den Nationalparkpass gestempelt hatten, ging es weiter. 

Bereits 2015 fuhr ich über den Million Dollar Highway, allerdings von Süden nach Norden, nicht wie heute nach Süden. Dabei kam ich damals auch im Ort Ouray vorbei, der mir unglaublich gefiel. Manch einer dürfte ihn vielleicht aus dem Vorspann der Netflix Serie „The Farm“ kennen. Wir hatten uns Ouray als heutiges Ziel ausgesucht. Die Stadt, welche romantisch in den Bergen liegt, nennt sich selbst „Switzerland of America“ und das sieht man auch. Die Gebäude sind in einem Stil ähnlich einem Schweitzer Alpendorf gehalten.

Wir checkten im Chalet Inn ein und machten uns anschließend auf den Weg in die Ouray Brewery, eine der drei Brauereien des Ortes (wohlgemerkt bei etwas mehr als 1000 Einwohner). Wir genossen einen tollen Abend bei Burger, Wings und Bier. Später am Abend ging es dann noch weiter in das örtliche Irische Pub, wo mir der Kellner selbstbewusst ein Kolsch verkaufte.

Distanz: 244 Meilen (393 Kilometer)

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USA 2018 – 12. Tag – Mo. 18.06.2018

Bryce Canyon – Moab

Wir wurden vor dem Wecker wach, was aber angesichts des heutigen langen Tages gut war. Es war die erste Nacht seit langem, ohne Klimaanlage und dementsprechend erholt fühlte ich mich. 

Wir nahmen die Route 12 nach Osten in das Grand Staircase Escalante National Monument. Ein Gebiet was sprichwörtlich aus Treppen besteht. Die Straße schlängelt sich durch die Landschaft und durch viele kleine Canyons. Oft geht es auf beiden Seiten der Straße steil hinab, oder man ist eingezwängt zwischen Wänden. Dazu gibt es einen tollen Mischwald und einen Birkenwald. Atemraubende Ausblicke inbegriffen. Ich hatte es schon zwei Mal in die andere Richtung durchfahren, jetzt also nach Nordosten auch.

Die 12 wird auf dem Weg nach Osten zum Highway 24 und führt dann durch den Capitol Reef Nationalpark. Ein Park der durch seine roten Steilkanten besticht. Den Park kann man durchfahren ohne die Gebühr zu entrichten, wir hielten trotzdem kurz im Visitor Center, um den National Park Pass zu stempeln. Wir folgten dem Weg der Straße durch den Park um ihn relativ bald wieder zu verlassen. 

Nach dem Capitol Reef wird die Landschaft nicht minder langweilig. Es wechseln sich Sanddünen in den unterschiedlichsten Farben mit anderen Gesteinsformationen ab. Während der Fahrt ändert sich das Aussehen der Natur alle paar Kilometer komplett. Mit einem kleinen Abstecher auf die Interstate 70 ging es weiter zu unserem nächsten Ziel. 

Gegen 15 Uhr erreichten wir den Canyonlands National Park an. Zuerst holten wir im Visitor Center den Stempel für den National Park Pass, ehe wir den am weiten entferntesten Aussichtspunkt anfuhren. Auf dem Rückweg hielten wir dann an den in meinen Augen schönsten Punkten an. Als Abschluss des Parks liefen wir noch zum Mesa Arch. Auch hier das gleiche Bild, was viele Parks in den letzten Tagen abgaben. Unfassbar viele Menschen, die leider auch oft jeden Anstand vergessen lassen. Vor allem die in Bussen hereinfallenden Reisegruppen lassen einen oft nur Kopfschüttelnd zurück.

45 Minuten benötigten wir noch für die Fahrt nach Moab. Abendessen gab es bei Dennys, der leider nicht sonderlich gut war. Ein ziemlich großer Laden mit viel zu wenig Personal. Die Bedienungen konnten einem wirklich leid tun, sie waren total bemüht, hatten aber einfach keine Chance ob der Größe des Ladens.  

Distanz: 346 Meilen (557 Kilometer)

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USA 2018 – 11. Tag – So. 17.06.2018

St. George – Bryce Canyon City

Weckerklingeln hätten wir uns sparen können, nur einige Minuten nach dem Wecker ertönte fast 10 Minuten lang eine Alarmanlage eines Autos, welches direkt vor unserer Zimmertüre parkte.

Kurz nach acht Uhr brachen wir auf in Richtung Zion National Park um dort keine Minute zu spät anzukommen. Die Schilder sagten schon, dass am Visitor Center keine Parkplätze mehr zur Verfügung stehen, wir versuchten trotzdem unser Glück und hatten es. Wir bekamen einen der allerletzten Parkplätze, kurz nach 9 Uhr morgens.

Der Zion ist für Privat PKW geschlossen, außer man hat eine Sondergenehmigung, daher muss man am Visitor Center in einen der Shuttle Busse umsteigen. Es kostete uns nur knapp eine Stunde, ehe wir in einem der Busse saßen, obwohl die Schlange mit sicherlich 150 Metern etwas anders befürchten ließ. Die Busfahrer sind gleichzeitig auch Touristenführer und so erzählte er uns etwas über die Geschichte des Parks, während er uns zur Endstation fuhr. Wir liefen den Weg dann soweit, bis man nur noch im Flußbett laufen konnte. Darauf waren wir nicht eingestellt und so ging es zurück zum Auto. 

Auf dem Rückweg holte ich mir noch den Stempel im Visitor Center ab, ehe wir gegen 13 Uhr in Richtung Bryce Canyon National Park aufbrachen. Gerne wäre ich noch, wie vor drei Jahren, zum Canyon Overlook gelaufen. Leider war der Parkplatz, welcher sich kurz nach den berühmten Tunneln befindet, überfüllt und so verließen wir den Park nach Osten ohne den tollen Ausblick. 

Für die 130 Kilometer, die zwischen den beiden Nationalparks liegen, brauchten wir an die zwei Stunden. Im Gegensatz zum Zion National Park, war der Bryce Canyon National Park angenehm leer. Dies lag sicher auch daran, dass es mittlerweile 15 Uhr an einem Sonntag war. Für uns war dies aber kein Problem, da sich unser Hotel direkt am Park befand. 

Als Erstes gab es im Visitor Center einen weiteren Stempel für den National Park Pass, dann fuhren wir etwa 45 Minuten zum Rainbow Point, am Ende der Parkstraße. Auf dem Rückweg hielten wir dann an vielen Aussichtspunkten und ließen uns vom Park in seinen Bann ziehen. Die tief stehende Sonne machte die Hoodoos noch spektakulärer. Besonders der Bryce Point verfehlte seine Wirkung nicht. 

Eine Wanderung durch die Hoodoos, wie ich sie 2015 machte, sparten wir uns. Wir verließen den Park, gingen noch etwas Essen (Ruby’s) und dann früh ins Bett.

Distanz: 170 Meilen (274 Kilometer)

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USA 2018 – 10. Tag – Sa. 16.06.2018

Salt Lake City – St. George

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht, ob der Lage des Super 8 direkt an der Interstate, ging es weiter nach Süden. Nach drei Stunden Fahrt bei gemütlichen 80 Meilen pro Stunde, fuhren wir von der Interstate 15 ab um zum Cedar Breaks National Monument zu fahren. Hatte es angenehme 30 Grad, als wir vom Highway abfuhren, waren es frostige 14 Grad und ein eisiger Wind im Monument, welches auf 3150 Metern über Null liegt. 

Das Cedar Breaks ähnelt dem Bryce Canyon National Park und ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die Kante bricht steil hinab und unten stehen die orangefarbenen Stacheln (Fachname Hoodoos). Natürlich kann das Monument nicht mit der Vielzahl der Hoodos und den Dimensionen des Bryce Canyon mithalten, dafür fand ich die Abbruchkante deutlich beeindruckender. Der tolle Fernblick den man auf über 3100 Metern hat, tat sein übriges dazu. 

Nachdem wir noch unsere Mägen gestärkt hatten, steuerten wir das zweite Ziel an. Neben dem Haupteingang des Zion National Park gibt es noch den Kolob Canyon. Als wir dort ankamen wurden wir bitter enttäuscht. Der Eingang ist die ganze Saison gesperrt und nicht zu besichtigen. Wir überlegten kurz ob wir dann gleich zum Haupteingang des Zion fahren sollten. Da es aber schon relativ spät war, verworfen wir diese Idee und auch andere Ideen wie ein Kurztrip nach Las Vegas. Wir machten uns etwas traurig direkt auf den Weg nach St. George unserem heutigen Ziel. 

Bei über 35 Grad im Schatten erreichten wir so St. George schon am frühen Nachmittag. Mangels Alternativen gingen wir erst einmal Shoppen und dann ins Hotel. Abendessen gab es dann im The Habit Burger Grill, welcher uns mit richtig guten Burgern für den entfallenen Kolob Canyon entschädigte. 

Distanz: 321 Meilen (517 Kilometer)

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USA 2018 – 9. Tag – Fr. 15.06.2018

Idaho Falls – Salt Lake City

Idaho machte uns den Abschied nicht schwer. Das Hotel war zwar sauber, aber ziemlich hellhörig. Das Wetter war kalt und zwischendurch regnete es so stark, dass man die Reisegeschwindigkeit reduzieren musste. Wir verließen Idaho, mit seinen berühmten Kartoffeln, über die Interstate 15 in Richtung Utah. Die Hauptstadt des 45. US Bundestaates Salt Lake City war unser heutiges Ziel.

Je näher wir unserem Ziel kamen, desto stärker wurde der Verkehr und desto mehr Fahrspuren hatte die Autobahn. Ich fahre sehr gerne in den USA Auto, aber wenn es dann acht Spuren pro Seite sind, macht es keinen Spaß mehr. Unser erstes Ziel, das Utah Sate Captiol, erreichten wir ziemlich pünktlich um 12 Uhr. Zugegeben etwas umständlich, da ich ob des Wirrwars von Ausfahrten eine zu früh abgefahren war.  Das Capitol liegt auf einem Hügel, etwas außerhalb von Downtown. Von den Stufen hat man einen tollen Blick über die Ausrichterstadt der Olympischen Winterspiele 2002. Das Captiol kann man auch von innen besichtigen, wir liefen etwas umher, hatten auf eine Tour aber keine Lust und machten uns wieder auf den Weg. 

Nachdem wir etwas länger nach einem Parkplatz gesucht hatten, liefen wir etwas in der kleinen Downtown umher. Salt Lake City hat gerade einmal etwas mehr als 190.000 Einwohner. Ich kaufte mir ein Cap der Salt Lake Bees und im Anschluss gönnten wir uns einen kleinen Snack. Ich ein Stück Pizza, meine Begleitung ein Stück Kuchen (schlappe 1300 Kalorien) aus der Cheesecake Factory. 

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Tempel der Mormonen, welchen man aber nur von außen besichtigen darf. Eintritt gibt es nur wenn man der Glaubensgemeinschaft angehört. Da es schon wieder ziemlich warm war, machte umherlaufen nicht wirklich Spaß uns so ging es zurück zum Auto. Zudem hatten wir einen Parkplatz für 120 Minuten und keine Lust auf einen Strafzettel. 

Den Nachmittag und frühen Abend verbrachten wir in einem Outlet, südlich von Salt Lake City. Zum Abendessen ging es dann zu In-N-Out Burger.

Distanz: 258 Meilen (415 Kilometer)

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USA 2015 – 14. Tag – Do. 11.06.2015

St. George – Las Vegas

strecke20150611

Wie gewohnt ging es früh los und es waren ja auch nur knapp 200 Kilometer bis Las Vegas. Gegen 10 Uhr kam ich in Las Vegas an und ging erst einmal Shoppen. Im Anschluss fuhr ich ins Treasure Island. Hier merkte ich auch gleich wieder deutlich wie grausam Stadtverkehr in den USA ist. Innerhalb weniger Kilometer wird aus einer kleinen Straße ein gigantischer Highway mit bis zu acht Spuren pro Seite.

Den restlichen Tag machte ich mir im Casino einen schönen Tag.

Distanz: 126 Meilen (202 km)

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USA 2015 – 13. Tag – Mi. 10.06.2015

Cannonville – St. George

strecke20150610

Als ich wach wurde regnete es, was mir etwas die Stimmung drückte. Aber der Regen hörte relativ schnell auf und so wurde ich heute nicht nass. Ich hatte gestern wohl eine gewisse Vorahnung, als ich entgegen der Planungen bereits in den Bryce Canyon Nationalpark fuhr.

Ich fuhr zum Bryce Canyon und parkte mein Auto am Visitor Center. Ich suchte mir den Shuttle Bus und fuhr damit zum Bryce Point. Dort sah ich dann erst einmal nichts, also gar nichts! Es hatte so einen dichten Nebel, dass man wirklich dachte man steht vor einer weißen Wand. Ich ließ mich davon aber nicht aufhalten und lief am Rand der Klippe zurück in Richtung Visitor Center. Auch wenn es schade war vieles nicht zu sehen, so hatte es doch eine unglaublich spannende Stimmung. An manchen Stellen verzog sich der Nebel sogar ganz gut und gab einen Blick auf die Stacheln frei.

Am Sunset Point lief ich dann den Navajo Loop Trail, welcher in einem 4km Rundweg von der Klippe nach unten und wieder zurückführt. Absolut geniale Sache, von unten haben die Hoodies noch einmal eine ganze andere Dimension. Ich lief im Anschluss weiter bis zum Sunrise Point, ehe ich den Bus zurück nahm. Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zum Zion Nationalpark.

Der Bryce Canyon Nationalpark gehört für mich zu den Parks in den USA die man gesehen haben muss. Er ist in einer Reihe mit dem Grand Canyon und dem Yosemite Nationalpark. Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, wäre ich gerne mehr direkt unten zwischen den Hooodies gewandert. Aber auch so habe ich fast einen ganzen Tag im Park verbracht. Leider spürt man auch in diesem Park den Massentourismus deutlich. Wenn gerade ein Bus einen Aussichtspunkt erreicht hat, dann macht es keinen Spaß sich dort aufzuhalten. Das schöne ist aber, läuft man etwas abseits der Parkplätze, hat man die wunderschöne Natur fast für sich allein. Hier findet man auch eine kleinere Art der Eichhörnchen, die Goldmantelziesel. Ganz schön flink und bei weitem nicht so zutraulich wie Felsenziesel (Squirrels).

Der Zion Nationalpark war mein zweites Ziel an diesem Tag. Alleine die Anfahrt zu diesem Park ist das Eintrittsgeld wert. Kurz hinter dem östlichen Eingang beginnen unglaublich tolle Schluchten und steile Felswände. Zwischendrin musste ich kurz anhalten, weil eine Bergziege die Straße überqueren wollte. Kurz vor dem zweiten großen Tunnel, der hinab ins Tal fühlt, hielt ich an um den Canyon Overlook Trail zu wandern. Ein kleiner Weg hoch hinauf mit einem unglaublichen Ausblick oben. Der Haltepunkt ist nicht so bekannt und deshalb auch nicht so überlaufen.

Nachdem ich durch die Schlucht weiter ins Tal gefahren bin, fuhr ich zum Visitor Center. Dort nahm ich dann den Shuttle in den Park, in dem man mit dem Privat PKW nicht fahren darf, was das ganze deutlich entspannter macht. Leider dürfen Busse in den Park und so hat man doch wieder die Horden von Menschen auf einen Haufen. Ich fuhr mit dem Shuttle bis zum letzten Halt, dem Temple of Sinawava und lief dann den Riverside Walk bis zum Ende. Leider hatte der Fluss noch ausreichend Wasser. Ich hatte keine Lust nass zu werden und wanderte nicht im Flussbett. Ich lief also wieder zurück und fuhr zum Visitor Center.

Der Zion ist ähnlich dem Arches ein Nationalpark den man erwandern muss. Ich wäre gerne auf Angels Landing hinaufgelaufen, aber für diese anspruchsvolle Strecke war ich nicht ausgerüstet. Zumal ich am Morgen schon im Bryce Canyon einiges gelaufen bin und einfach die Zeit fehlte.

Distanz: 145 Meilen (232 km)

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USA 2015 – 12. Tag – Di. 09.06.2015

Green River – Cannonville

strecke20150609

Heute stand ein Scenic Byway, also ein „Nebenbei staunen Weg“ auf dem Programm. Es ging über die 24 nach Süden in Richtung Capitol Reef Nationalpark. Bis dorthin ist die Strecke auch noch nicht besonders. Einsam, gerade und hin und wieder so etwas wie ein Dorf.

Den Capitol Reef selbst durchquert man auf der 24, ohne bezahlen zu müssen. Ich hatte den Park etwas langweiliger in Erinnerung und war doch überrascht ob den gigantischen Felsen und tollen Farben die der Park bietet. Länger hielt ich mich aber dann aber nicht auf. Der Park bietet im Vergleich zu den anderen Nationalparks in Utah dann doch wenig Highlights.

Richtig toll wurde es dann auf dem Highway 12 „an All-American-Road“ und ein Scenic Byway wie er eigentlich nicht schöner sein kann. Vom Norden kommen schraubt er sich zuerst die Boulder Mountains hinauf. Auf beiden Seiten der Straße ein wunderschöner Mischwald mit tollen Birken, der Dixie Nationalforest. In Deutschland findet man ja kaum mehr Mischwälder und meistens dürfen die Wälder auch nicht in dieser Ruhe wachsen wie hier in den Nationalparks und Wäldern.

Sobald man den Gipfel der Boulder Mountains erreicht hat, geht das Staunen weiter. Man befindet sich dann im Grand Staircase Escalante National Monument. Schwer zu beschreiben was dies genau ist. Ein weites Steinplato trifft es am ehesten. Die Straße bahnt sich ihren Weg nach den Möglichkeiten die die Landschaft bietet. Es geht zum Teil links und rechts der Straße steil hinab. Wie man das in den USA kennt, gibt es auch hier genügend Aussichtspunkte um ohne Stress Bilder machen zu können und die Aussicht zu genießen.

Ich erreichte mein Hotel in Cannonville schon gegen kurz nach Mittag. Deshalb fuhr ich gleich weiter zum Arches Nationalpark. Dort machte ich mich erst einmal zum am weitesten entfernten (18 Meilen) Punkt des Parks, dem Rainbow Point auf. Ich fuhr dann mehrere Haltepunkte auf dem Rückweg an. Nach der Hälfte der Haltepunkte machte ich mich auf den Rückweg. Der Rest kommt morgen dann.

Ich hatte gesehen, dass auf der Karte ein kleiner Punkt etwas außerhalb des Parks liegt. Der Mossy Cave and Waterfall. Ein kleiner 500 Meter langer Weg führt zu einem unglaublich tollen Wasserfall. Man wandert hier direkt durch die Hoodies, was dem Ganzen ein unglaubliches Flair verleiht. Es wäre wirklich schade gewesen dies nicht zu sehen. Ein absolutes Highlight!

Distanz: 273 Meilen (437 km)

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