USA 2018 – 8. Tag – Do. 14.06.2018

Yellowstone – Grand Teton National Park – Idaho Falls

Heute ging es nach drei Tagen, zum großen Teil ohne Handynetz und WLAN, zurück in die Zivilisation. Wir verließen den Yellowstone durch den südlichen Ausgang über den John D. Rockefeller, Jr Memorial Parkway und erreichten so nach einer kurzen Fahrt den Grand Teton National Park. 

Der Grand Teton bringt es auf beachtliche 4200 Meter Höhe, aber auch seine beiden Namensvetter Middle- und South Teton sind mit 3900, sowie 3800 Metern fast 1000 Meter höher als die Zugspitze. Zusammen mit diversen anderen Bergen und den vielen Seen des Parks, findet sich oft das perfekte Postkartenmotiv. Auch hier fuhren wir natürlich zum Visitor Center um den National Park Pass zu stempeln. 

Wie auch schon im Yellowstone National Park, gab es auch hier den Hinweiß auf Wildtiere. Bis auf ein kleines scheues Reh sahen wir aber leider keine Tiere. Wir suchten als nächstes das Moose Visitor Center auf. Nachdem wir noch zu einer verlassenen Scheune fuhren, welche mit den Bergen im Hintergrund, auch ein perfektes Motiv abgab, verließen wir den Park nach Süden. 

Ziemlich überraschend war der Jackson Hole Airport, welcher sich sogar innerhalb der Grenzen des Parks befindet. Vor allem von der Größe der Maschinen, welche hier starten- und landeten, waren wir überrascht. Der Flughafen gehört zu Jackson, die nächst größere Ortschaft am südlichen Ende des Parks. Die Stadt ist für das angrenzende Skigebiet bekannt und dürfte im Winter ziemlich überlaufen sein. 

Um das heutige Ziel Idaho Falls zu erreichen, passierten wir die Grenze zu Idaho (Meine Nummer. 33). Übrigens steht auf den Kennzeichen von Idaho: Berühmte Kartoffeln, nun denn. Da wir zeitlich gut dran waren, gingen wir noch einkaufen und Abends zu Panda Express.

Distanz: 206 Meilen (332 Kilometer)

nächster Tag ->

USA 2018 – 7. Tag – Mi. 13.06.2018

Yellowstone National Park – südlicher Teil

Die zweite Nacht in der Cabin war wärmer und damit angenehmer als die erste. Die Sonne schien auch schon durch die Fenster als wir aufwachten, wir freuten uns auf den Park. Wir machten noch unsere Brotzeit für den Tag und brachen dann auf. Heute stand der südliche Teil des Parks auf dem Plan. 

Zuerst ging es zum Lake Yellowstone, bei dem es sogar Geysir im Wasser gab. Auch gab es wieder diverse Blubbernde Quellen in den verschiedensten Farben zu bewundern. Nachdem wir das südliche Visitor Center besucht hatten, natürlich nicht ohne einen Stempel im National Park Pass zu hinterlassen, fuhren wir in Richtung Lake Village. 

Da es mittlerweile gegen Mittag war, machten wir Pause auf einer gemütlichen Bank mit Blick auf den Lake Yellowstone. Kitschig, aber schön. Im Fishing Bridge Visitor Center, dem insgesamt fünftem und letzten, erkundigten wir uns noch einmal nach Ottern. Leider konnte man uns dort auch nicht wirklich sagen wo die putzigen Tierchen am besten zu sehen sind. Auf dem Weg zum Lake Butte Overlook konnte ich einen Bären sehen, leider war er fast mit der Sichtung schon wieder verschwunden. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Norden. Am Yellowstone River hielten wir an einer Stelle, an der Otter vermutet wurden. Leider war das Wasser viel zu reißend für Otter und dementsprechend waren keine zu sehen. Als Entschädigung bekamen wir ein nettes Gespräch mit zwei Damen, welche gerade dort ihre Pause machten. So offen habe ich noch nie einen US Amerikaner über das eigene Land gehört, wirklich eine angenehme Abwechslung. 

Am Grand Canyon of the Yellowstone besuchten noch den südlichen Aussichtspunkt und schauen uns den Lower Fall an. Leider war der eigentliche Aussichtspunkt gesperrt und so blieb uns nur direkt zum Wasserfall zu gehen. Wir machten uns im Anschluss über die westliche Runde zurück auf den Weg zur Old Faithful Lodge.

Heute hatten wir dann auch endlich etwas mehr Glück bei Grand Prismatic Spring. Nur 200 Meter außerhalb des Parkplatzes konnten wir unseren Schlucki abstellen. Die Quelle Grand Prismatic Spring besticht durch eine unglaubliche Farbvielfalt und Intensität, welche bakteriellen Ursprung hat. Ist man auf den Holzstegen unterwegs, welche einen über die Quelle führen, kann man die Dimensionen gar nicht wirklich erfassen. Es gibt einen tollen Aussichtspunkt vom Wanderweg, welcher über den gegenüberliegenden Berg führt, von dort soll man es noch besser sehen. Nachdem ich beim fotografieren von einer Busgruppe fast noch vom Steg geschubst wurde, liefen wir zum Auto zurück. Uns vielen schon auf dem Himweg zur Quelle viele Caps und Hüte auf, welche in den Quellen und im Matsch lagen. Auf dem Rückweg kamen uns Kinder entgegen, welche die verloren gegangenen Kopfbedeckungen zählten, die Kinder waren bei über 30 angekommen. 

Da wir gestern Abend gut gegessen hatten, kehrten wir wieder in den General Store bei Old Faithful ein. Nach einem schlimmen Anreisetag, mit unmenschlichen Temperaturen, fanden wir so einen versöhnlichen Ausklang mit dem Yellowstone National Park. 

Distanz: 136 Meilen (219 Kilometer)

nächster Tag ->

USA 2018 – 6. Tag – Di. 12.06.2018

Yellowstone National Park Norden

Das moderne Abenteuer des Menschen ist heute wohl schon in einer Cabin ohne Klo und Dusche zu schlafen. Alles nicht dramatisch, auch wenn der nächtliche Urindrang nicht sonderlich angenehm ist. Da entschädigt dann der unglaubliche Sternenhimmel über dem Park durchaus. Durch die einsame und hohe Lage des Parks ist der Himmel hier etwas ganz besonderes. Noch nie in meinem Leben habe ich so unglaublich viele Sterne gesehen, unfassbar schön! 

Es hatte heute Nacht unter null Grad und dementsprechend verfroren wachten wir auf und es dauerte etwas bis wir in die Gänge kamen. Wir starteten dann in Richtung Norden, bei immerhin Sonnenschein, auch wenn es noch sehr kalt war. Die erste Termalquelle hinter uns gebracht wollten wir Grand Prismatic Spring besichtigen. Hier ging es aber schon um halb 10 Uhr so zu, dass wir weiter fahren mussten. Meine Laune war zu diesem Zeitpunkt auf einem ähnlichen Tiefpunkt wie die Temperaturen. 

Den ersten großen Stopp machten wir dann beim Canyon Village Visitor Center. Dort machten wir dann auch Halt beim Grand Canyon of the Yellowstone. Ziemlich beeindruckend war der Upper Fall. Nachdem wir unseren „Schlucki“ getankt hatten, ging weiter in Richtung Tower Fall. Unterwegs mussten wir wie gestern warten, weil ein Bär am Straßenrand Stau verursachte. 

Ganz im Norden des Parks machten wir dann noch einmal Halt bei Mammoth Hot Springs und besuchten die Thermalquellen, welche ich wenig spektakulär fand. Zudem hatte die Sonne zu diesem Zeitpunkt schon wieder ihre Kraft entfaltet und es war ordentlich warm geworden. Dazu musste man die Termalquellen, welche wie Treppen angeordnet sind, mit unzähligen Touristen teilen. 

Eigentlich wollten wir nach West Yellowstone zum Essen fahren, da wir aber schon auf dem Park Loop 20 Minuten wegen einer Baustelle warten mussten und dann auch noch einmal im Stau standen, fuhren wir direkt zum Old Faithful zurück. Wir fuhren dann in den General Store, in welchem sich ein kleines Diner befand. Dort haben wir dann noch richtig gut Burger gegessen und wurden gut vom Kellner unterhalten.

Distanz: 146 Meilen (235 Kilometer)

nächster Tag ->

USA 2018 – 5. Tag – Mo. 11.06.2018

Sheridan – Yellowstone

Ein tolles Gefühl, wenn einen der Wecker weckt. Nach Frühstück und kurzem Einkauf ging es nach Westen. Wir nahmen ab Ranchester die Route 14 und dann die 14A. Diese schlängelt sich malerisch einen Pass hoch, inklusive gigantischem Ausblick auf der anderen Seite. 

Das erste Ziel des Tages war die Big Horn National Recreation Area. Dort machten wir einen kurzen Umweg um den Devils Canyon Overlook zu sehen. Dabei kamen wir auch zum ersten mal nach Montana, wieder ein neuer Staat. Nachdem ich mir noch den Stempel für meinen National Park Pass im Visitor Center abgeholt hatte, ging es weiter in Richtung Yellowstone Nationalpark.

Wir fuhren über dem Chief Josef Scenic Byway in den Park, also kamen wir am Nordöstlichen Eingang über Montana an. Von dort waren es dann noch einmal über zwei Stunden um die Old Faithful Lodge im Süden des Parks zu erreichen. Da es bereits am Eingang des Parks regnete, hielten wir an einem Aussichtspunkt nur sehr kurz, ehe es dann weiter nach Süden ging Auf dem weiteren Weg wurde es empfindlich kalt, zum Teil lag die Temperatur bei gerade einmal 3 Grad.

An der Lodge angekommen, bezogen wir erst einmal unsere Cabin, ehe wir uns etwas zum Essen suchten. Bei eisigem Wind warteten wir dann auf den Ausbruch des Geyser Old Faithful. Ziemlich imposant kam der Ausbruch dann fast pünktlich auf die Minute. Leider konnte man das Essen, welches einem in der Old Faithful Cafeteria angeboten wurde, kaum als solches bezeichnen. Die Qualität war unterirdisch und so machten wir uns etwas verstimmt auf den Weg zurück in die Cabin.

Der Ausblick bei Eis und Schnee den Park zu erkunden machte uns nicht gerade Freude, zudem wurde es Nachts empfindlich kalt und wir mussten sogar heizen.

Distanz: 357 Meilen (575 Kilometer)

nächster Tag ->

USA 2018 – 4. Tag – So. 10.06.2018

Rapid City – Devils Tower – Sheridan

So ganz klappt es mit dem Schlafen noch nicht, aber es wird von Tag zu Tag besser. Da wir gestern nicht mehr ins Outlet fuhren, holten wir dies heute Vormittag nach. Zuerst ging es aber zu Walmart und dann zum Frühstücken zu Dennys. Ach und tanken mussten wir schon wieder. Unser Explorer verbraucht fast 13 Liter auf 100 Kilometer. Bei einem Benzinpreis von 62 Eurocent pro Liter, halten sich die Kosten aber noch im Rahmen.

Heute hatten wir neben dem Weg nur ein Ziel und das war das Devils Tower National Monument. Die gigantische Erhebung sieht aus wie ein abgeschnittener Baumstumpf und thront über der Landschaft. Wir machten einen Spaziergang einmal rund herum, ehe wir noch einmal bei der Präriehundekolonie am Füße des Devil Towers anhielten. Äußerst putzige Tierchen.

Da es mittlerweile weit nach 15 Uhr war, machten wir uns dann zügig auf den Weg nach Sheridan, unser heutiges Ziel. Die Interstate 90 schlängelt sich durch das fast komplett unbewohnte Wyoming. Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Landschaft auch nicht dazu einlädt sich dort nieder zu lassen. Viele Hügel und kleine Schluchten. Tiere hingegen fühlen sich pudelwohl, wir sahen unzählige Kühe, Rehe und Schafe.

Das es nicht gar so langweilig wird, darf man fast durchgehend mit 80 Meilen reisen, was fast 130 km/h sind. Wir könnten zudem ein tolles Wetterschauspiel beobachten. Es brauchte sich eine gigantische Gewitterwolke zusammen, welche sich zum Glück nicht direkt über uns entleerte. In Sheridan angekommen, stellten wir erst einmal einen Temperatursturz von 20 Grad fest. Es hatte auf 10 Grad abgekühlt. Die Vorhersage für den Yellowstone zeigte ähnlich kalte Temperaturen an. Wir suchten also erste einmal unsere Jacken, bevor wir zum Abendessen ins Rib and Chop House gingen.

Distanz: 283 Meilen (455 Kilometer)

nächster Tag ->

USA 2018 – 2. Tag – Fr. 08.06.2018

Denver – Rocky Mountain NP – Cheyenne

Es dauerte eine ganze Weile, ehe ich gestern Nacht endlich einschlafen konnte. Es fühlte sich an, als ob ich zu müde zum Schlafen wäre. Bis auf eine kurze Unterbrechung war es dann aber eine gute Nacht, die erst um halb sechs Uhr (13:30 Uhr in Deutschland) endete.

Das gewohnt schlechte Hotelfrühstück ignorierten wir und fuhren in das Waffle House direkt gegenüber des Hotels. Ja, wir fuhren die 100 Meter, wie es sich gehört ;-). Abgesehen davon, hätte man den Weg über die Mehrspurige Straße mangels Fußgängerweg vielleicht nicht überlebt. Leider blieb es das einzige Waffle House unserer gesamten Reise. Nachdem wir uns in einem 7-Eleven noch mit einer Brotzeit versorgt hatten, ging es auf die Straße in Richtung Norden.

Um 10 Uhr erreichten wir über Estes Park den Rocky Mountain National Park. Wir fuhren über die Trail Ridge Road in Richtung Grand Lake. Wir wurden zu Anfang von einem großen Reh überrascht und seine Familie zeigte sich im Laufe des Tages mehrfach. Leider blieb uns ein Bär verwehrt, aber Chipmunks sind ja auch sehr schön anzuschauen. Die Straße schlängelt sich, vorbei an diversen Aussichtspunkten, den Iceberg Pass hinauf. Oben ist man dann auf über 3700 Metern, was ich auch deutlich beim Atmen merkte.

Über den Grand und Shadow Mountain Lake verließen wir den Park. Weiter ging es dann in Richtung Norden, bis nach Walden. Von dort über einen Scenic Byway wieder nach Osten. Der Byway ist Teil eines National Forest und im Prinzip fährt man die ganze Zeit in einer Schlucht neben einen Fluss. Wirklich toll, auch wenn es sich gegen Ende etwas zog. Wir nahmen, nachdem wir aus der Schlucht entkommen waren, die Interstate 25 nach Norden. Nach kurzer Fahrt, mit immerhin erlaubten 75 Meilen pro Stunde (ca. 120 km/h), kamen wir in Cheyenne an. Unser heutiges Ziel ist die Hauptstadt von Wyoming, dessen Grenze wir wenige Meilen vor Cheyenne passierten. Wyoming ist mein 29. US Bundesstaat und der erste neue seit 2014.

Nachdem wir noch Einkaufen waren und bei Five Guys einen fantastischen Burger hatten, endete der erste komplette Tag in den USA.

Distanz: 310 Meilen (499 Kilometer)

nächster Tag ->